Was können die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland gerade am wenigstens gebrauchen? Eine Diskussion über Klimawandel. Nicht anderes versucht die sogenannte Klimaaktivistin Luisa Neubauer anzustoßen. Aus Anlass der schweren Unwetter in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat Neubauer für die Bewegung Friday for Future in mehr als 40 Orten Streiks angekündigt, um politische Konsequenzen angesichts des Hochwassers zu fordern. Auch mehrere Politiker sind auf dem Zug aufgesprungen und verlangen mehr Klimaschutz. Wahlkampfzeiten eben. Einmal davon abgesehen, dass die Betroffenen in der Krisenregion im Moment am wenigstens Solidaritätsbekundungen benötigen, sondern konkrete, handfeste Hilfe. Dass die Katastrophe in der Region so heftig ausgefallen ist, hat erst einmal andere Faktoren zur Ursache als den angeblich ausschließlich menschengemachten „Klimawandel“. Da wäre zuerst die lokale Topographie im Ahrtal zu benennen. Das Ahrtal ist in das Rheinische Schiefergebirge eingeschnitten und ähnelt teils einer Schlucht, so dass hohe Regenmassen unausweichlich den Flusspegel ansteigen lassen. Das führte auch bereits in der Vergangenheit zu katastrophalen Überschwemmungen. Und dann wäre da noch die Wetterlage: das nahezu feste Höhentief. Auch dieses Wetterphänomen ist nicht zum ersten Mal aufgetreten. Wann es auftritt, ist Zufall. Der Zusammenhang zwischen vermehrter Häufung und Klimawandel, der jetzt als hauptsächliches Argument für die lauten Rufe nach mehr Klimaschutz darstellen, ist aktuell eine nicht bewiesene Hypothese. Was bleibt als Fazit? Die sogenannten Klimaaktivisten nutzen die aktuelle Hochwasserkatastrophe aus, um sich nach Corona wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. Statt lauthals Forderungen aufzustellen, sollten diese Leute lieber eine Schaufel in die Hand nehmen und wirklich etwas Handfestes tun und helfen. So bringen sie den Betroffenen wahre Solidarität entgegen.

Quellen: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/hochwasser-luisa-neubauer-erntet-kritik-fuer-klimastreiks-17442747.html; https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-ueberschwemmungen-in-deutschland-kamen-durch-ein-zusammenspiel-von-wetterlage-klimawandel-und-geografischen-eigenschaften-der-region-zustande-ld.1635962