Nach einer Verknappung und Verteuerung von Baumaterialien droht jetzt das gleiche für viele Lebensmittel. Die Welternährungsorganisation FAO sieht seit einiger Zeit steigende Preise bei praktisch allen Agrarrohstoffen. Nach jüngsten Daten lag der FAO-Preisindex für Nahrungsmittel im April 31 Prozent über dem Vorjahreswert, bei Ölsaaten wurde sogar die doppelte Höhe gegenüber April 2020 verzeichnet. Wie Thorsten Tiedemann, Vorstandsvorsitzende des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse, ausführt, habe man schon lange aufgrund der höheren Liquidität und der Engpässe durch die wirtschaftlichen Corona-Einschränkungen mit Auswirkungen auf die Preise gerechnet. Es sei „durch ein paar schlechtere Ernten mit einhergehenden Bestandsabbau etwas aus den Fugen geraten.“ Des Weiteren ziehe in einigen Regionen nach der Corona-Rezession die Nachfrage wieder an. Die erhöhten Weltmarktpreise insbesondere für Getreide und Ölsaaten dürften auf die Verbraucherpreise, etwa für Mehl und Pflanzenöl, durchschlagen. Vor allem Fleisch dürfte aufgrund der Futterkosten deutlich teurer werden. Besorgniserregend sieht Tiedemann auch die Entwicklung, dass die Selbstversorgung Deutschlands zurückginge. Was nun? Die Frage der Globalisierung muss völlig neu durchdacht werden. Eine mögliche Steigerung der Selbsterzeugung und Selbstversorgung bei (Grund-)Nahrungsmitteln würde die Abhängigkeit von der Weltwirtschaft reduzieren und gleichzeitig lokale Anbieter in der Heimat stärken. Wir als AfD-Heimatpartei befürworten und unterstützen die regionale Erzeugung und Vermarktung. Dies schafft Arbeitsplätze in der Region, spart Ressourcen und ist ökologischer. Die benannten Preissteigerungen sind aber auch auf die verfehlte Geldpolitik der EZB auf Vorgabe der EU mit einem bewussten Anheizen der Inflationsrate zurückzuführen. Die AfD wendet sich gegen diese kalte Enteignung seiner Bürger.

Quellen: „Historische Preisausschläge“: Viele Lebensmittel könnten teurer werden – n-tv.de; https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2020/heft/11/beitrag/inflation-inflationsmessung-und-zentralbankpolitik.html