Eine aktuelle Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) zeigt, dass Deutschland vor einer neuen Bankenkrise steht. Grund ist laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut eine erwartete Pleitewelle von tausenden Unternehmen, die ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Die Kreditausfälle könnten sich auf fast 630 Milliarden Euro belaufen. Vor allem Volksbanken und Sparkassen werden davon betroffen sein. Die Ausfälle könnten die Banken so schwer belasten, dass diese selbst in Mitleidenschaft gezogen werden und in Existenznot geraten. Für die betroffenen Banken wäre es dann nicht möglich, neue Kredite zu vergeben, so dass die geschwächte Realwirtschaft weiter stark belastet wird und eine zweite Rezession ausgelöst werden könnte. Während der Staat sich überwiegend um die Realwirtschaft in Corona-Zeiten kümmert, droht im Bankensektor nach 2008 erneut eine weitreichende Krise mit möglichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Die Folgen der Bankenkrise 2008 sind uns allen noch im Gedächtnis geblieben und spüren wir bis heute. Die staatliche Bankenrettung hatte den Steuerzahler Milliarden gekostet. Die junge AfD ist damals massiv gegen die staatliche Bankenrettung eingetreten. Es bleibt abzuwarten, wie dieses Mal die Bundesregierung auf diese Krise reagieren wird und ob sie aus ihren Fehlern gelernt hat. Diese Krise hätte vermieden werden können, sofern die aktuell Regierenden nicht pauschale Berufsverbote für ganze Branchen ausgesprochen hätten, welche teilweise noch immer gelten und die Krise verschlimmern.

Quelle: amp.focus.de, 14.07.2020