Laut cidm.online haben die Suizide in Deutschland im März und April gegenüber dem Vorjahr erheblich zugenommen. Demnach ist die Anzahl der Todessprünge um 300 %, der Überdosis durch Antidepressiva um 166 %, der Überdosis sonstiger Medikamente um 62 % und der akuten Suizid-Gefahr durch Gewalt um 50 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Experten, wie der Rechtsmediziner Michael Tsokos, warnen bereits davor, dass auf die infektiologische Pandemie eine psycho-soziale Pandemie mit einer möglichen Übersterblichkeit im Herbst durch Corona-Suizide folgen könnte. Gründe sieht der Rechtsmediziner in der Angst und der Unfähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen. Die Suizide könnten noch weiter steigen, wenn die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise sich zeigen bzw. verstärken. Es ist zum Beispiel bekannt, dass nach der Weltwirtschaftskrise 1929 und 1930 und nach der Finanzkrise die Suizidraten stiegen. (Quelle: www.focus.de, 18.05.2020) Der Lockdown hat, wie die Statistik von cidm.online zeigt, die von Rechtsmediziner Tsokos vorhergesagte psycho-soziale Pandemie bereits in Gang gesetzt. Jetzt bleibt nur noch, die Folgen für Menschen, deren wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel steht, abzumildern, damit diese nicht in den Selbstmord getrieben werden. Die vor den Corona-Virus geschürte Angst und Panikmache durch sogenannte Experten, Medien und Politiker war bzw. ist völlig unangebracht und kann – wie gezeigt – massive Auswirkungen, wie eben ein rasanter Anstieg der Suizide, nach sich ziehen. Sollte eine zweite Corona-Welle heranrücken, müssen diese Aspekte unbedingt stärker bedacht werden und es muss weit umsichtiger und besonnener gehandelt werden. Die Auswirkungen dieser Krise hätten so nicht ausfallen müssen, wenn die Politik nicht solche drastischen Maßnahmen erlassen hätte, deren Rechtfertigung die Infektionszahlen nicht zulassen.

https://docs.google.com/presentation/d/1M-tZ2rxnxv8vCMmX5NwuxeYnNBdfg3lOdZ3Z-rTWluQ/present#slide=id.g89f3508c3a_16_0