Das Institute for Economics and Peace (IEP) bewertet jedes Jahr, wie es um den Frieden auf der Welt bestellt ist. In diesem Jahr ergänzten die Experten ihren Bericht um eine Analyse der möglichen Folgen der Corona-Pandemie. Insgesamt ist auch 2019 ein weltweiter Rückgang der friedlichen Verhältnisse zu verzeichnen. Das betrifft neun von zwölf der vergangenen Jahre. Die Corona-Pandemie dürfte die Situation weiter verschärften. „Das IEP identifiziert die wirtschaftlichen Auswirkungen von Lockdowns als erhebliche Bedrohung für den Frieden.“, so sagt es der Bericht. Durch mögliche Kürzungen bei der Entwicklungshilfe und der Finanzierung von UN-Friedensmissionen könnten Staaten wie Liberia, Afghanistan oder der Südsudan weiter destabilisiert werden. Andere Staaten, wie Brasilien, Pakistan oder Argentinien riskierten durch wirtschaftliche Verwerfungen politische Instabilität und Unruhen. (Quelle: rp-online.de, 10.06.20) Das wirtschaftlich starke Deutschland hat die Möglichkeit, seine Wirtschaft mit sogenannten Konjunkturprogrammen zu stabilisieren und möglicherweise schlimmere Folgen zu verhindern. Viele andere Staaten werden von den Auswirkungen der Anti-Corona-Maßnahmen, insbesondere der Lockdowns, eiskalt erwischt. Aber machen wir uns nichts vor, Deutschland ist Teil eines weltweiten Wirtschaftssystems, eben eine sogenannte Exportnation. Globale wirtschaftliche Turbulenzen haben auch immer Auswirkungen auf die einzelne Nation. Das betrifft die Wirtschaft oder eben auch die Folgen weltweiter Wirtschaftskrisen. Daher hat die EU entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen und ein Konjunkturprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro aufgelegt. Davon werden 500 Milliarden an die Länder der EU ausgegeben, wobei Deutschland allein ca. 135 Milliarden mit Steuergeldern tragen soll. Hintergrund dieses Konjunkturprogrammes ist auch, dass verhindert werden soll, dass die deutsche Wirtschaft die Wirtschaft anderer Länder an die Wand drückt. Dafür muss der deutsche Steuerzahler nun pauschal aufkommen. Das ist von der Seiten AfD nicht zu vertreten.