Die Wirtschaftsweisen revidieren ihre optimistische Prognose zur Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) aus dem Frühjahr nach unten. Nun erwarten sie einen Rückgang des BIP zwischen minus 6 Prozent und minus 7 Prozent. Um die Wirtschaftsleistung in Deutschland wieder in Gang zu setzen, wurde das 130-Millarden-Paket von der Bundesregierung auf den Weg gebracht. Dieses wird jedoch nicht nur positiv aufgenommen. So sieht etwa der Wirtschaftsweise Lars Feld im TA-Interview zum Beispiel auch die vorübergehende Absenkung der Mehrwertsteuer skeptisch. So sei in diesem Fall unklar, ob diese den Konsum tatsächlich anrege – so das eigentliche Ziel der Maßnahmen. Dazu sei es nämlich notwendig, dass der Handel seine Preise zügig anpasse, nur so komme die Steuersenkung in den Geldbörsen der Verbraucher an (Quelle: TA, 05.06.20). Hier stellt sich weiterhin die Frage, ob die Verbraucher in Angesicht steigender Arbeitslosigkeit und damit weniger Geld auch tatsächlich durch die Mehrwertsteuersenkung animiert sind, mehr zu konsumieren. Es bleibt zu beachten, dass es sich bei der Mehrwertsteuersenkung um eine befristete Lösung von einem halben Jahr – vom 1. Juli bis Jahresende – handelt. Diese Befristung ist nach Ansicht der AfD völlig unzureichend. Nur eine dauerhafte Mehrwertsteuersenkung kann nachhaltige Wirkungen entfalten. Es geht hier auch um eine dauerhafte Erhöhung des verfügbaren Einkommens unserer Arbeitnehmer und Steuerzahler in ihrer Gesamtheit. Durch eine Senkung der Abgabenlast kann dauerhaft der Wirtschaftskreislauf zugunsten unserer Bürger wieder angeregt werden.