Unter anderem Eon-Chef Johannes Teyssen rechnet damit, dass die EEG-Umlagekosten durch die Corona-Krise von aktuell 6,8 Cent auf 8 Cent je Kilowattstunden steigen könnten. Damit würden sie mehr als ein Viertel der gesamten Stromkosten ausmachen. Grund für diese düstere Prognose sieht der Eon-Chef in den aktuellen Verwerfungen auf dem Strommarkt durch die Pandemie und die Systematik der Berechnung der EEG-Umlage. Die Stromkunden müssen über die EEG-Umlage die Differenz zwischen den festen Vergütungen, die Erzeuger erneuerbarer Energien erhalten, und den Marktpreisen für Strom abdecken. Wegen der Corona-Krise ist der Großhandelspreis deutlich gesunken, die Differenz zwischen Großhandelspreis und Einspeisevergütung ist also gestiegen. Gleichzeitig wurden Rekordmengen an Wind- und Solarstrom in die Netze eingespeist. Neben den Privathaushalten könnten insbesondere auch kleine und mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe, die ohnehin durch die Krise arg gebeutelt sind, betroffen sein. Abhilfe könnte eine Begrenzung der EEG-Umlage und eine Senkung der Stromsteuer sein. Hier ist die Politik gefragt, um Privathaushalte und den Mittelstand zu entlasten. Anderenfalls könnte das fatale Folgen für die Bürger und die Thüringer Wirtschaft, die durch den Mittelstand getragen wird, haben. Nun zeigt sich wieder einmal, dass diese Subventionen im Rahmen der EEG-Umlage sozial ungerecht sind. Es findet eine Umverteilung von Vermögen von den normalen Bürgern und kleinen Unternehmen zu den großen Investoren statt. Die AfD setzt sich für ein Ende der dauerhaften asozialen Subventionen ein, für eine Vernunft geprägte und sozial bezahlbare Stromversorgung.

Quelle: app.handelsblatt.com, 12.05.20