Ab heute gilt in Thüringen die Maskenpflicht. Jedoch ist der Mundschutz nicht unumstritten. Zum einen gibt es die medizinische Sicht: Da die Masken mit Güteklasse FFP-2 oder FFP-3, die Viren möglicherweise abhalten können, dem medizinischen Personal vorbehalten sein sollen, bleibt dem Bürger die (gekaufte oder selbstgenähte) Alltagsmaske. Diese entspricht jedoch nicht den einschlägigen Normverfahren und eine Schutzwirkung ist laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nicht nachgewiesen. Darüber hinaus entstehen zusätzliche Risiken, wenn die Masken falsch abgenommen werden und die Menschen sich dabei infizieren. Und auf der anderen Seite steht die politische Debatte um das Tragen des Mundschutzes. Oder man muss vielmehr sagen: die nicht stattgefundene Debatte zur Maskenpflicht. Freiwilligkeit spielt keine Rolle mehr, Mitsprache, als demokratisches Element, wird zurückgedrängt, auf Freiheitsrechte muss zunehmend verzichtet werden. Immer mehr wird verboten oder angeordnet, die Normalität vor Corona ist weit entfernt. Autoritäre Tendenzen nehmen zu. Nicht zu Unrecht fragen immer mehr Menschen, wo soll das enden? Und was kommt als Nächstes?

Quellen: www.fr.de, 01.04.20; www.wort.lu, 30.03.20; faz.net, 16.04.20