Die aktuell drastischen Maßnahmen gegen Corona lösen das Problem nicht, sondern sollen nur Zeit verschaffen, so die allgemeingültige Aussage der Experten. Nun führt der Epidemiologe Martin Eichner aus, dass um die Epidemie dauerhaft in den Griff zu bekommen, man mindestens zwei Drittel Immunität in der Bevölkerung bräuchte. Würde man ohne nennenswerte Immunität in der Bevölkerung zum Zustand vor Corona zurückkehren, würde die Entwicklung von vorn anfangen und das so lange bis die entsprechende Immunität vorhanden wäre. Das bedeutet nichts anderes, dass, wenn man keine Handlungsalternativen fände, die Schulen, Kitas und Restaurants öffnen und nach kurzer Zeit wieder schließen würden und immer so weiter. (www.tagesschau.de, 31.3.20) Die Frage ist, ob die Bevölkerung das aushält und mitmacht? Einen Alternativweg zeigt Schweden: keine Kontaktsperre, Restaurants, Kitas und Grundschulen sind geöffnet. Es gibt zwar Restriktionen, aber diese sind moderat. Auch die schwedische Regierung richtet sich nach medizinischer Expertenmeinung, insbesondere der von Anders Tegnell. Und dieser meint, man könne die Pandemie „nur durch Herdenimmunität oder einer Kombination von Immunität und Impfung“ stoppen. (www.tagesspiegel.de, 01.04.20) Das schwedische Beispiel zeigt, das alternative Handlungsoptionen zu Kontaktsperren und Schließungen bestehen. Ob nun der schwedische Weg oder ein anderer – Alternativen sind dringend gefragt, um die Bevölkerung und die Wirtschaft zu entlasten! Denn bei einem Weiter-so der CDU-Regierung droht der Kollaps. Deshalb wäre ein gangbarer Weg, die Erkrankung von den Risikogruppen – Ältere und denjenigen mit Vorerkrankungen – fernzuhalten und die Produktion und Handel mit entsprechenden Schutzmaßnahmen wieder hochzufahren.