„Ich bin Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei des Freistaats Thüringen.“ So ist es auf der Homepage des Thüringer Minister Prof. Dr. Emmanuel Hoff zu lesen. Was er dabei nicht erwähnt ist, dass er auch Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ist. Diese Tatsache zieht eine Linie zur Ausladung aller AfD-Politiker von jeglichen Gedenkveranstaltungen in den Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Letztes Jahr war ich als AfD-Landtagsabgeordneter auf der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des KZ Buchenwaldes zumindest noch geduldet, in diesem Jahr ausgeladen worden. In der kleinen Anfrage von Björn Höcke zur Sache verweist der Minister auf den Stiftungszweck, der „verpflichtet, sich aktiv für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzusetzen.“ Und eben dieser Stiftungszweck begründet, dass „AfD-Politikerinnen und –Politiker – solange sich diese nicht unmissverständlich von ihren öffentlich vertretenen geschichtsrevisionistischen, völkischen, fremdenfeindlichen, rassistischen, antisemitischen und antidemokratischen Strömungen und Positionen glaubhaft distanzieren – … nicht willkommen sind.“ Nun mit Prof. Hoff haben wird einen Minister in der Landesregierung, der einst im Plenum bekannte, dass er „mit Stolz“ den „Ehrentitel“ „linksextrem“ trüge und sich zumindest dadurch zu den radikal Linken bekannte. Und damit wären wir bei dem Begriff „Ideologie“ angelangt. Der Begriff bezeichnet im weitesten Sinne eine Weltanschauung, er spiegelt bestimmte Wertvorstellungen wider. Im Falle des Ministers Hoff eine Weltanschauung die konträr der Weltanschauung der AfD läuft. An sich stellt dies gelebte Demokratie dar. Aber, ich möchte aus einem Politiklexikon für junge Leute zitierten: „Gefährlich werden Ideologien dann, wenn nur mehr eine zugelassen wird und alle Menschen, die andere Ideologien vertreten oder sich für diese einsetzen, daran gehindert werden. Dies ist z.B. in Diktaturen der Fall.“ Und was spiegelt denn die Ausladung aller AfD-Politiker von der Gedenkveranstaltung der Stiftung wider? – die Vertretung einer Ideologie und die Hinderung einer anderen. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich als AfD-Politiker weder geschichtsrevisionistisch noch völkisch, noch fremdenfeindlich, noch antisemitisch, noch antidemokratisch bin. Das ist die Sichtweise eines Ministers Hoffs und gibt seine Gedankenwelt, seine Ideologie wieder. Und jetzt zurück zum Stiftungszweck „sich aktiv für die freiheitlich demokratische Grundordnung einzusetzen“. Freiheitliche Demokratie ist gerade dadurch gekennzeichnet, dass sie verschiedene – um bei den Begriff zu bleiben – Ideologien zulässt. Welches Ziel verfolgt der Stiftungsrat unter Vorsitz des Prof. Hoff denn in Wirklichkeit? Folgt man der Definition des erwähnten Lexikons – wohl eine kommunistische Diktatur.

Minister Hoffs Bekenntnis zum Linksextremismus im Plenum: https://www.youtube.com/watch?v=j9GME8BAlQQ