Die geplante Stromtrasse Südostlink von Sachsen-Anhalt nach Bayern soll in Thüringen komplett unterirdisch verlaufen, plant der Netzbetreiber 50 Hertz. Die Trasse wird vor allem Strom aus erneuerbaren Energien transportieren. In Ostthüringen soll sie zwischen Eisenberg (Saale-Holzland-Kreis) und Gefell (Saale-Orla-Kreis) verlaufen. Mitte 2019 könnte das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Dazu sagt Olaf Kießling, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion:

„Dass die Stromtrasse Südostlink unterirdisch verlaufen soll, ist ein unverantwortlicher Eingriff in die Natur. Tiere und Pflanzen werden aus dem Stromtrassenbereich durch Bauarbeiten und Abwärme der Leitungen vertrieben. Die rot-rot-grüne Landesregierung darf diese Naturzerstörung nicht billigen. Offiziell stellt sich die rot-rot-grüne Koalition zwar noch gegen die geplanten Stromtrassen, handelte bis jetzt aber nicht und ist selbst für diese Energiewende. Sollte das Planfeststellungsverfahren im nächsten Jahr eingeleitet werden, erwarten wir, dass die Landesregierung Rechtsmittel einlegt. Sie wird daran gemessen werden, ob sie den Südostlink verhindert und sich für die Natur und Bürger in Thüringen einsetzt. Ohne die Abschaltung der CO2-neutralen Kernkraftwerke und den unsinnigen Ausbau der Windenergie wären die Stromtrassen Südlink und Südostlink gar nicht nötig.“

Quelle: AfD-Fraktion im Thüringer Landtag