Plötzlich und unerwartet sahen sich die Bewohner in der Goldbacher Siedlung mit der Ausweitung des in gut 100 Metern Entfernung wieder eröffneten Kiesabbaus konfrontiert. Pflöcke, die bis an den Behringer Weg eingeschlagen wurden, kündigten die Ausdehnung des Kiesabbaus bis an die Siedlung an. Die Siedler standen nichts ahnend vor vollendeten Tatsachen und wandten sich auch unmittelbar mit der Bitte um Hilfe an die Politik. Auch wir, als AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, hörten den Hilferuf und waren unmittelbar nach öffentlichen Bekanntwerden vor Ort, um uns ein eigenes Bild zu machen und mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen. Problematisch erscheint uns dabei insbesondere die Tatsache, dass der Kies am Baugrubenrand im 90-Grad-Winkel – obwohl laut TGL eine Böschung mit 45 Grad vorgesehen ist – abgebaut werden soll. Wie hierbei die Standsicherheit der angrenzenden Gebäude und der angrenzenden Straße gesichert werden soll, bleibt fraglich.

Alle Beteiligten signalisierten jedoch Gesprächsbereitschaft, so dass eine Gesprächsrunde unter Moderation des Landrates im Gemeinschaftshaus der Goldbacher Siedlung stattfinden konnte. Hier standen unter anderen Vertreter des Landesbergamtes sowie der Geschäftsführer der Firma Kieser den Anwohnern Rede und Antwort. Der Landrat stellte schon zu Beginn klar, dass sich der Abbau bis an die Grundstücksgrenze der Siedlung nicht mehr verhindern ließe, da ein rechtssicherer Bescheid vorliege. Die Fragen der Bürger wurden weitgehend beantwortet und es wurde redlich versucht, zwischen den verschiedenen Interessen zu vermitteln. Jedoch bleibt auf Seiten der Anwohner der bittere Beigeschmack, dass ihre Interessen im Prozess des Genehmigungsverfahrens keine Berücksichtigung fand. Schuld fanden sie nicht etwa beim Unternehmer, sondern in der bestehenden Politik. So erfolgte auch aus Reihen der betroffenen Anwohner die Aufforderung an die Politik zu handeln und im Interesse der Bürger und Bürgerinnen zu agieren. Und genau hier sehen wir als AfD unsere Aufgabe: Wir stehen für die Interessen der einzelnen Bürger und Bürgerinnen sowohl in der Landes-, als auch in der Kommunalpolitik und arbeiten daran, den einzelnen Bürger in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. Auch im Fall der Goldbacher Siedlung in Gotha werden wir weiter am Ball bleiben und unser Möglichstes tun, um für die Interessen der Anwohner einzutreten. Hierfür haben wir bereits eine Kleine Anfrage an die Landesregierung vorbereitet, die weiteres Licht ins Dunkeln bringen wird. Wir als AfD arbeiten für Sie und eine lebenswerte Zukunft in unserer Thüringer Heimat.