Der Thüringer Datenschutzbeauftrage Lutz Hasse macht im Interview mit dem Freien Wort darauf aufmerksam, dass die Nutzung von WhatsApp rechtswidrig sei. Im Grunde müssten hunderttausende Thüringer dafür abgemahnt werden, dass sie diesen Dienst nutzten. Denn wer ihn verwende, gebe ihm Zugriff auf sein komplettes Telefonbuch. Dies sei nur dann datenschutzrechtlich in Ordnung, wenn man von jedem eingespeicherten Kontakt eine Einverständniserklärung habe.

Dazu sagt Olaf Kießling, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag:

„Es ist ein Irrsinn, dass WhatsApp-Nutzer Bußgelder zahlen müssen und zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen ausgesetzt sein könnten. Dazu ist der Dienst viel zu weit verbreitet. Die gutgemeinten europäischen Datenschutzbestimmungen der Altparteien sind wie so oft handwerklich schlecht gemacht, weltfremd und gehen an Lebensrealität und Bedürfnissen der Menschen vorbei. Ein Beispiel dafür ist auch die kürzlich in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung. Klar ist, nicht die Nutzer dürfen belangt werden. Es muss mit dem Unternehmen WhatsApp eine datenschutzrechtliche Lösung gefunden werden.“

Quelle: AfD-Fraktion im Thüringer Landtag