ARNSTADT. Das Arnstädter Tierheim liegt abseits der Stadt am Autobahnzubringer für die A 71. Es macht einen guten Eindruck. Die Anlagen sind sauber, die Tiere fühlen sich offenbar wohl, auch wenn der eine oder andere Hund uns neugierig und nicht sehr freundlich anknurrt. „Wir haben hier einige Hunde, die nicht unproblematisch sind. Aber wir sind sicher, dass auch sie in einem passenden Umfeld ein neues Zuhause haben könnten“, sagt Tierheimleiter Sebastian Schiffer. Der freundliche junge Mann ist Tierfreund durch und durch. Die Arbeit im Tierheim ist nicht einfach. 365 Tage, 24 Stunden, normaler Alltag. Auch wenn der eine oder andere Tag ruhig verlaufen kann, gibt es an anderen Tagen genügend Druck. Der ganz normale Alltag eben. Er ist derzeit „Herr“ über 32 Katzen und 8 Hunde, ihm zur Seite stehen zwei weitere Festangestellte der Stadtverwaltung, und drei weitere Helfer. „Zu tun gibt es immer“, bestätigt Matthias Haupt vom Ordnungsamt Arnstadt. Der Tagesablauf ähnelt sich dennoch. Füttern, Wasser, Pflege der Tiere, tierärztliche Untersuchung, so notwendig, Bewegung, mal im Rudel, mal einzeln. Nicht jeder verträgt sich halt mit jedem. Das ist bei Hunden genauso wie bei Menschen. Ohne Herz für Tiere würde es aber nie funktionieren. Und natürlich nicht ohne Geld. Die Kommune steht zwar in der Pflicht, doch ohne Spenden wäre manches um einiges ärger. Am 30. Dezember überreichte die Sparkasse Arnstadt-Ilmenau 750 Euro, im neuen Jahr spendete die AfD Ilmkreis-Gotha 300 Euro. „Echt? Das ist ja super“, so Sebastian Schiffer. Das Geld wurde auf der Jahresabschlußveranstaltung im Dezember vorigen Jahres spontan durch Gäste und Mitglieder für diesen Zweck gespendet. „Wir hatten uns im Vorfeld schon über eine solche Spende Gedanken gemacht. Sicher hätte es noch weitere Möglichkeiten in Arnstadt gegeben. Aber wir haben uns für das Tierheim entschieden, da die Tiere die letzten sind, die sich darüber Gedanken machen müssen, woher das Geld für Futter und alle anderen Kosten kommt. Sie können auch nichts dafür, daß in den Kommunen stets und ständig die Kohle knapp ist. Insofern haben wir alles richtig gemacht. Wir hoffen natürlich auf Nachahmer, denn Spenden sind hier, aber auch im Tierpark, immer notwendig“, so Rüdiger Schmitt – 1. Sprecher der AfD Ilmkreis-Gotha. Kaffee und einige tierische Geschichten, wie jene von Kampfkater Mo, der Schlagzeilen dadurch machte, dass Frauchen vor ihm fliehen musste und selbst die hochgerüstete Polizei ihn nicht bändigen konnte, Mitarbeiter des Tierheims fingen ihn ein und brachten ihn ins Tierheim, umrahmten die Spendenübergabe. Einfach tierisch eben. Dank noch einmal an dieser Stelle allen, die diese Spende möglich machten.

Hans-Joachim König

Im Bild von links nach rechts, Tierheimleiter Sebastian Schiffer, Marcus Bühl, pers. Referent AfD-Bürgerbüro MdL Kießling, Matthias Haupt, Ordnungsamt Arnstadt und Rüdiger Schmitt, 1. Sprecher AfD-Ilmkreis-Gotha